Aktien faszinieren seit mehr als hundert Jahren Investoren: Ob als langfristiges Investment, mit dem an der Entwicklung aussichtsreicher Unternehmen partizipiert wird oder als kurzfristiges Spekulationsobjekt, mit dem das Auf und Ab an den Märkten zu schnellen Profiten genutzt wird – Aktien sind eine außerordentlich attraktive Anlageklasse. Das Investment in Unternehmensanteile kann zu raschem Wohlstand führen, wenn auf das richtige Pferd gesetzt wird. Im Gegenzug tragen Aktionäre stets ein latentes Verlustrisiko und verlieren im schlimmsten Fall ihr gesamtes Vermögen.
Die Erträge, die Aktien bieten können, setzen sich zusammen aus den Dividenden, die ein Unternehmen an seine Anteilseigner ausschüttet und den Kursgewinnen, die erzielt werden. Beide Größen unterliegen dabei Unsicherheit und können nicht prognostiziert werden. Grundsätzlich wird angenommen, dass Aktienmärkte sich langfristig aufwärts gerichtet bewegen. Der langfristige Aufwärtstrend wird dabei durch das gesamtwirtschaftliche Wachstum getragen, an dem Besitzer von Aktien besonders partizipieren.
Empirische Studien belegen, dass Aktien im Durchschnitt um sieben bis fünfzehn Prozent im Jahr an Wert gewinnen, wobei die Erträge stark mit dem jeweiligen Segment zusammenhängen, dem eine Aktien zuzuordnen ist. Als Faustregel gilt: Aktien aus den Industrienationen steigen langsamer im Wert als solche aus Schwellenländern, sind dafür aber auch mit einem geringeren Risiko verbunden. In der Tat hat der Deutsche Aktienindex seit seiner Auflegung Ende der achtziger Jahre bis zum Jahr 2007 durchschnittlich um elf Prozent im Jahr an Wert gewonnen. Wer 1978 in die 30 größten deutschen Unternehmen investierte, kann sich heute trotz der drastischen Kursverluste im Jahr 2008 über einen Wertzuwachs im Umfang von rund 800 Prozent freuen – das entspricht einer jährlichen Wertentwicklung von rund 7,8 Prozent. Aufgrund dieser Ertragsstärke eignen sich Aktien hervorragend zum Vermögensaufbau. Wer regelmäßig in Anteile investiert, kann gegenüber einem einmaligen Investment einen besonderen Vorteil nutzen: Durch den Cost Average Effekt werden in Zeiten hoher Kurse relativ wenige Stücke gekauft, während in Baisse-Phasen viele Anteile erworben werden. In der Konsequenz erzielt der Investor dadurch einen günstigen mittleren Einstandskurs und glättet seine Erträge.
Erträge aus Aktien unterliegen in Deutschland der Steuerpflicht. Wertpapiere, die vor dem 01.01.09 erworben wurden, können steuerfrei veräußert werden, wenn zwischen An- und Verkauf mindestens 12 Monate gelegen haben. Dividenden, die dem Aktionär nach dem 31.12.08 zufließen, unterliegen der Abgeltungsteuer und werden mit 25 Prozent (plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) besteuert. Gleiches gilt für Veräußerungsgewinne aus Geschäften mit Aktien, die nach dem Jahr 2008 erworben werden.











