Immobilienfonds


Immobilienfonds investieren das ihnen anvertraute Anlegervermögen in Immobilien. Zu unterscheiden sind dabei offene und geschlossene Immobilienfonds. Geschlossene Fonds sind nur während einer begrenzten Zeichnungsfrist erwerbbar und können während ihrer meist 5-10jährigen Laufzeit nicht bzw. nur sehr schwer veräußert werden. Offene Immobilienfonds werden an der Börse notiert und stehen so laufend zur Zeichnung zur Verfügung. Ein weiterer Unterschied betrifft die Mindestanlage: Während bei geschlossenen Initiativen in der Regel mindesten 5.000 Euro investiert werden müssen, können die Stückelungen bei Anteilen an offenen Fonds deutlich geringer sein.

Immobilienfonds können sowohl in inländische Objekte investieren als auch in Immobilien im Ausland. Der Schwerpunkt kann in beiden Fällen auf gewerblichen oder auf privaten Immobilien liegen. Am sichersten werden gemeinhin Fonds eingestuft, die ihren Schwerpunkt auf deutschen Wohnobjekten legen. Derartige Immobilienfonds bieten sich für alle Anleger an, die ein Vermögen besitzen bzw. eines aufbauen möchten und selbst kein Wohneigentum besitzen. Immobilien bieten als Sachwerte besondere Vorzüge, die andere Kapitalanlagen vermissen lassen. So sind Häuser und Wohnungen gegen Inflation und Krisen besser gewappnet als Aktien oder Anleihen. Selbst wenn es zu einer massiven Geldentwertung kommen sollte, wie es im vergangenen Jahrhundert mehrfach der Fall war, bieten Immobilien einen Nutzwert. Wer zur Miete lebt sollte Immobilien daher unbedingt in sein Portfolio aufnehmen. Offene Immobilienfonds können in vielen Fällen auch über einen Sparplan erworben werden, in dem durch regelmäßige Einzahlungen ein Kapitalstock angehäuft wird. Offene Fonds bieten mit der Einführung der Abgeltungsteuer gegenüber anderen Anlagen künftig einen weiteren Vorteil: Während Aktien- und Rentenfonds Veräußerungsgewinne künftig immer versteuern müssen, können Immobilienfonds Gewinne aus Veräußerungen auch in Zukunft steuerfrei vereinnahmen, wenn die Spekulationsfrist von 10 Jahren abgelaufen ist. Die Rendite offener Fonds fällt recht moderat aus und liegt mit rund vier Prozent im Jahr in etwa auf dem Niveau von Staatsanleihen.

Geschlossene Immobilienfonds sind oft mit deutlich höheren Renditen verbunden. Das operative Risiko der Initiativen macht die Produkte allerdings zu Investments mit einem deutlich spekulativeren Charakter als große offene Fonds. Wer geschlossene Produkte bevorzugt, sollte deshalb Dachfonds erwerben, die das Risiko streuen.

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