Rentenfonds


Als Rentenfonds werden Fonds bezeichne, die das ihnen anvertraute Kapital in verzinsliche Wertpapiere investieren. Dabei kann ein Rentenfonds je nach seiner Ausrichtung in Effekten mit langer sowie solche mit kurzer Restlaufzeit investieren. Weiterhin ist die Art der Schuldverschreibungen, die erworben werden, von Bedeutung für die nähere Klassifizierung eines Rentenfonds: Werden ausschließlich Staatsanleihen bester Bonität gekauft, handelt es sich um einen sicherheitsorientierten Fonds, besteht das Portfolio hingegen aus Unternehmensanleihen, handelt es sich um einen stärker auf Rendite ausgerichteten Fonds.

Rentenfonds unterliegen Kursschwankungen, die allerdings für gewöhnlich nicht so stark ausfallen wie die am Aktienmarkt. Insbesondere Fonds, deren Schwerpunkt auf sicheren Staatsanleihen liegt, sind mit einem nur sehr geringen Risiko verbunden. Im Gegenzug fällt auch die Rendite meist eher bescheiden aus. Rentenfonds können als Hauptbestandteil eines Portfolios ebenso genutzt werden wie als Beimischung. Der Anteil des Depots, der in Rentenfonds investiert wird, richtet sich dabei – insbesondere im Hinblick auf Staatsanleihen-Fonds – nach der Risikoaffinität des Investors. Grundsätzlich gilt, dass das Kursrisiko bei Fonds, die in Papiere mit langer Restlaufzeit investieren, größer ausfällt als bei Fonds mit kurzfristiger Ausrichtung. Dieser Umstand ergibt sich aus den Eigenschaften von börsengehandelten verzinslichen Wertpapieren.

Rentenfonds sind meist mit einem geringen Ausgabeaufschlag zwischen 0,5 und 1,0 Prozent sowie mit einer Verwaltungsgebühr verbunden. Wer diese Kosten nicht tragen möchte, kann durch de Erwerb eines Rentenindexfonds (Bond-ETF) eine günstige Alternative wählen. Die Indexfonds bilden einen bestimmten Rentenindex eins zu eins nach. Der REXP beispielsweise wird von vielen Fonds als Basis genutzt. Er bildet das Profil eines thesaurierenden Investments in deutsche Staatsanleihen ab.
Eng verwandt mit Rentenfonds sind Geldmarktfonds. Diese investieren in Termineinlagen des Interbankenmarktes und in kurzläufige Anleihen. Sie eigen sich für sicherheitsorientierte Anleger besonders gut, da sie aufgrund der kurzfristigen Ausrichtung mit keinem bzw. einem nur sehr geringen Kursrisiko verbunden sind. Die Verzinsung entspricht in etwa der von Bankeinlagen.

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