Sparkonten sind eine der beliebtesten Formen der Kapitalanlage. Sie werden von nahezu jeder in Deutschland tätigen Bank angeboten und eignen sich für unterschiedlichste Zwecke: Von der Unterbringung der eisernen Reserve bis hin zum risikofreien Vermögensaufbau können Sparkonten jegliche Ansprüche erfüllen.
Es existieren drei wesentliche Varianten von Konten: Das Sparbuch sowie Tages- und Festgeldkonten. Sparbücher sind der „Klassiker“ unter den Sparkonten und seit Jahrzehnten insbesondere bei Sparkassen erhältlich. Sie bieten eine sichere Geldanlage, über die an jedem Bankarbeitstag furch die Abhebung von Guthaben bei der kontoführenden Bank verfügt werden kann. Aufgrund der sehr niedrigen Verzinsung weichen Sparbüchern in den letzten Jahren allerdings verstärkt anderen Konto-Varianten. Meist wird mit ein bis zwei Prozent Zinsen nicht einmal die Inflation ausgeglichen.
Tagesgeldkonten sind deutlich besser verzinst als Sparbücher. Sie bieten Sparern ein Höchstmaß an Flexibilität: Über sämtliche Guthaben kann jederzeit in voller Höhe verfügt werden. Tagesgeldkonten werden häufig von Direktbanken angeboten und versprechen eine durchschnittliche Verzinsung von rund vier bis fünf Prozent. Die Einrichtung eines Tagesgeldkontos ist meist ebenso kostenfrei wie dessen Führung. Zugreifen können Sparer auf ihre Guthaben durch eine Überweisung der gewünschten Mittel auf ihr Referenzkonto (meist das Girokonto bei der Hausbank). Im Rahmen von Neukunden-Aktionen zahlen Banken oft besonders hohe Zinsen. Diese gelten dann allerdings nur für einen gewissen Zeitraum und reduzieren sich im Anschluss an diesen oft deutlich. Die Verzinsung der Konten ist abhängig von der allgemeinen Zinsentwicklung am Kapitalmarkt: Sinken die Zinsen, verschlechtern sich auch die Konditionen für Sparer.
Wer sich einen bestimmten Zinssatz dauerhaft sichern möchte, ist mit einem Festgeldkonto deshalb besser bedient. Hier wird mit der Bank ein Vereinbarung über einen Anlagebetrag sowie über einen Zeitraum getroffen, für den Geld zu einem bestimmten und garantierten Zinssatz angelegt wird. Die Laufzeit von Festgeldkonten kann bei den meisten Banken zwischen 30 Tagen und mehreren Jahren frei vom Kunden gewählt werden. Die Zinsgarantie schützt Festgeld-Anleger vor sich verschlechternden Konditionen. Einziger Nachteil: Bis zur Fälligkeit der Einlage kann auf das Geld nicht zugegriffen werden.











